Durch internationale Solidarität: Amar Fayaz in Pakistan wieder frei

Am 8. November 2020 wurde Amar Fayaz, Studierendenaktivist an der Universität Jamshoro/Pakistan, von Sicherheitskräften verhaftet und an einen unbekannten Ort verschleppt. Amar Fayaz organisierte und unterstützte Kampagnen gegen die Erhöhung von Studiengebühren und für die Wiedereinführung demokratisch legitimierter Organe der Studierenden. Darüber hinaus setzte er sich aktiv für die politische Bildungsarbeit von Jugendlichen an den Universitäten der Provinz Sindh ein.

Nach Protesten von Aktivist*innen aus mehreren Ländern, u. a. auch von mir bei der Botschaft Pakistans in Berlin, gegen diese Verhaftung wurde Amar am 3. Januar 2021 wieder freigelassen.

Hier die englische Presseerklärung.

Deutschland und Pakistan: Diplomatischer Drahtseilakt

Tobias Pflüger, Bundestagsabgeordneter der Linken und Vorsitzender der Deutsch-Südasiatischen Parlamentariergruppe, kennt sich aus in Sachen Pakistan. Aktuell hat er einen Ordner mit dem neuen Pakistan-Briefing des deutschen Außenministeriums vor sich liegen – und ist nicht hundertprozentig zufrieden mit dem, was er dort liest.

In dem Papier wird Pakistan als strategischer Partner im Kampf gegen den Terror bezeichnet, sagt Pflüger der DW. Aber: „Das deutsche Außenministerium konzentriert sich zu sehr auf die militärische Zusammenarbeit.“

Pflüger bezieht sich auf einen bilateralen Vertrag zwischen dem deutschen und dem pakistanischen Verteidigungsministerium, den die beiden 2012 unterzeichneten. Neben regelmäßigen Treffen zwischen den Armeen der beiden Länder sieht die Kooperation vor allem die Ausbildung pakistanischer Kräfte durch Deutschland vor.

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