Göttingen gedenkt der Atombombenabwürfe vor 75 Jahren

[…] Der Linken-Bundestagsabgeordnete und Friedensforscher Tobias Pflüger wies auf die aktuellen Möglichkeiten und Verpflichtungen hin, die der Menschheit heute aus der neuerlich ungebremsten Atomrüstung und konfliktreichen politischen Weltsituation erwachsen und forderte die bedingungslose Vernichtung aller Atomwaffen. […]

Aus: Hessisch/Niedersächsische Allgemeine, 9.8.2020

Zum Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

8.8.2020, Göttingen

Rede von Tobias Pflüger (es gilt das gesprochene Wort)

Liebe Freundinnen und Freunde,

Herzlichen Dank fürs Kommen heute hierher. Ich halte diesen Termin am 6. August für einen der wichtigen Termine der Friedensbewegung.

Wir begehen heute den 75. Jahrestag des Atombombenabwurfes auf Hiroshima. Am 6. August 1945 warf der US-amerikanische Bomber „Enola Gay“ die mit dem Spitznamen „Little Boy“ benannte erste Atombombe in einem Krieg über der japanischen Stadt Hiroshima ab. Den Befehl hatte dazu der US-amerikanische Präsident Harry S. Truman dem General Carl Spaatz gegeben. Der General hatte freie Wahl bei der Zielauswahl. Nur – so wollte es der damalige US-Kriegsminister Stimson – Kyoto war ausgenommen, wegen seiner wichtigen kulturellen Güter. Der Pilot Paul Tibbets erfuhr am 4.8.1945, was sein Auftrag war, nämlich eine Atombombe über Hiroshima abzuwerfen.

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