Schriftliche Frage zum Militär-Rabbinat

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Aufgrund welcher Annahmen oder Quellen kommt das Bundesministerium der Verteidigung anlässlich der Einrichtung eines Militär-Rabbinats zu der Schätzung von 300 in der Bundeswehr Dienst leistenden jüdischen Soldaten (vgl. Zahlen zu evangelischen, und römisch-katholischen Christen in der Antwort auf die Kleine Anfrage zu Militärseelsorge bei der Bundeswehr, Bundestagsdrucksache 19/21437), und wie viele Bundeswehrsoldaten sind nach Kenntnis des Bundesministeriums Mitglieder einer anerkannten jüdischen Gemeinde in Deutschland? „Schriftliche Frage zum Militär-Rabbinat“ weiterlesen

Zur Militärseelsorge

[…] Gänzlich unumstritten ist das System sowieso nicht. „Militärseelsorge an sich lehnen wir ab, da die Militär­seelsorger*innen in das militärische System eingebunden sind“, sagt der Linken-Abgeordnete Tobias Pflüger. Wenn es schon Militär­seelsorge gebe, sei eine Gleichbehandlung der verschiedenen Religionen und Nichtreligiösen nötig. „Dieser Beistand muss jedoch immer völlig unabhängig von der Bundeswehr sein.“

Aus: Geistliche Seelsorger in der Bundeswehr – Muslime warten, 20.12.2019

Stellungnahme von Tobias Pflüger zur Militärseelsorge

„Militärseelsorge an sich lehnen wir ab, da die Militärseelsorger*innen in das militärische System eingebunden sind. Wenn es schon Militärseelsorge gibt, was wir für falsch halten, ist eine Gleichbehandlung der verschiedenen Religionen und Nichtreligiösen bei Seelsorge bzw. beim fachlichen Beistand notwendig. Dieser Beistand muss jedoch immer völlig unabhängig von der Bundeswehr sein.“