Fragwürdige Bundeswehr-Werbung

 […] Im Rahmen der Personalwerbung informiere die Bundeswehr »umfassend, verantwortungsvoll, authentisch und zeitgemäß über die Besonderheiten des Arbeitgebers Bundeswehr, der sinnstiftende und qualifizierende Berufe bietet«, heißt es in den Antworten der Bundesregierung.

Das sieht die Fraktion ganz anders. Es sei vor allem bedenklich, formuliert sie in den Anfragen, dass bei der Bundeswehr-Werbung »vor allem sehr junge, häufig sogar minderjährige Personen angesprochen werden«. Tobias Pflüger, verteidigungspolitischer Sprecher, erklärte am Montag gegenüber jW, die Bundeswehr sei »offensichtlich nicht attraktiv genug« und müsse dieses Manko mit Werbung kompensieren. Die Methoden der Nachwuchswerbung würden »immer fragwürdiger«, so Pflüger: »Statt sachlich zu informieren, setzt die Bundeswehr in den sozialen Medien auf emotionale Unterhaltungsformate.«

Die Formate stellten die Bundeswehr und ihre Einsätze »unkritisch und beschönigend« dar. Das Militär informiere mit seinen Youtube-Serien eben nicht »authentisch und zeitgemäß«, wie die Bundesregierung behaupte. »Solche Serien sind Scripted reality und keine objektive Information«, so Pflüger. Die Linke sei gegen den Einsatz von Jugendoffizieren, die an Schulen gezielt Minderjährige anwerben sollten, sagte der Linke-Politiker: »Schulen sind nicht der Personalpool der Bundeswehr«.

Aus: junge Welt, 10.08.2021

Hier die beiden Anfragen der LINKEN:

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Kleine Anfrage zu U-Boot der Bundeswehr im Mittelmeer

Im Rahmen der EU-Militärmission EUNAVFOR MED IRINI setzt die Bundesmarine ein Uboot u.a. zur „Störung der Schleuseraktivitäten“ im Mittelmeer ein. Zuvor hatten bereits Griechenland, Italien und Frankreiche Uboote zu der Mission entsandt. Hinzu kommen Militärdrohnen des Typs „Predator“ aus Italien und mittlerweile auch Frankreich.

DIE LINKE. kritisiert diese aggressive Militarisierung gegenüber Migrant*innen. Besonders perfide: einige Entsender von IRINI-Einheiten wollen keine Menschen in Seenot retten.

Tobias Pflüger hat dazu eine kleine Anfrage gestellt. Hier die Antwort des BMVg: BMVg – Antwort auf Drs. 19_31370

Kriegsdienst verweigern – aber wie?

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht ist die KDV aus dem Fokus der Friedensbewegung gerückt, zu Unrecht, denn sie ist immer noch immens wichtig, um Soldat:innen einen Ausstieg aus dem Militär zu ermöglichen.

Tobias Pflüger hat für die LINKE im Bundestag eine Kleine Anfrage zur aktuellen Situation bei der Bundeswehr gestellt. Diese wollen wir mit euch diskutieren und Möglichkeiten finden, wie Soldat*innen schneller das Militär verlassen können und vor allem Jugendliche da gar nicht erst reingeraten.

Von der Leyen muss Bundeswehr-Werbung stoppen

Pressemitteilung von Tobias Pflüger

„Die Bundesregierung duckt sich weg und weigert sich, auf die massive Kritik von Belegschaft, Unternehmen, Medien und Politik an den misslungenen und geschmacklosen Werbekampagnen bei Ford Köln und Volkswagen Wolfsburg auch nur einzugehen. Wir bleiben bei unserer Kritik: Wenn Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren, dann ist es nicht Aufgabe von staatlichen Stellen wie der Bundeswehr, sich mit vermeintlich witzigen Sprüchen wie ‚Job Fort? Mach, was wirklich zählt.‘ darüber lustig zu machen. Die Bundeswehr verhöhnt mit solchen Werbekampagnen die Menschen, die ihre Jobs verlieren“, erklärt Tobias Pflüger, verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Antwort der Bundesregierung auf seine Kleine Anfrage zur „Bundeswehr-Werbung bei Stellenabbau von Unternehmen“

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Die Bundeswehr und Meppen: zuerst fahrlässig, dann hilflos und jetzt ‚weiter so‘?

Zum Ergebnis einer Kleinen Anfrage der Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion im Bundestag, Kathrin Vogler und Tobias Pflüger

Tobias Pflüger/Kathrin Vogler, 14.01.2018 – Auch Monate nach dem verheerenden Moorbrand in Meppen ist die Bundeswehr nicht bereit, Fehler zuzugeben und Konsequenzen zu ziehen.

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Schwarzwälder Bote zu meiner kleinen Anfrage zum Kommando Spezialkräfte der Bundeswehr in Haiterbach

Ich habe die Bundesregierung zu den Planungen bezüglich eines Absetzgeländes der Spezialeinheit KSK im schwäbischen Haiterbach befragt. Der Schwarzwälder Bote hat über die Antwort der Bundesregierung berichtet. De facto schließt die Bundesregierungen selbst Enteignungen zugunsten der Bundeswehr nicht aus:

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