Schriftliche Frage zur Ständigen Reserve (Frontex)

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Was ist der Bundesregierung aus ihrer Mitarbeit in der neuen „Ständigen Reserve“ (Bundestagsdrucksache 19/19456) bzw. aus dem Verwaltungsrat von Frontex darüber bekannt, wie viele bis jetzt rekrutierte Angehörigen der Kategorie 1 einen militärischen Hintergrund haben, also zuvor in den EU-Mitgliedstaaten entweder ausschließlich militärisch verwendet wurden oder nach einer militärischen Grundausbildung in einer Gendarmerie (etwa wie in der italienischen Carabinieri oder der spanischen Guradia Civil) gedient haben, und inwiefern ist für solches, aus dem Militär stammendes Personal im Rahmen der „Ständigen Reserve“ eine zusätzliche Ausbildung vorgesehen?

Antwort des Staatssekretärs Hans-Georg Engelke vom 12. August 2021:

Für den Rekrutierungs- und Auswahlprozess der Einsatzkräfte der Kategorie 1 der „Ständigen Reserve“ ist die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache (Frontex) zuständig.

Der Bundesregierung ist bekannt, dass für die ersten Einstellungskampagnen Bewerberinnen und Bewerber mit Vorverwendungen aus dem Bereich der Sicherheitsbehörden bevorzugt wurden. Unabhängig von ihren Vorverwendungen müssen alle Einsatzkräfte der Kategorie 1 die Ausbildung unter der Verantwortung von Frontex durchlaufen und werden anschließend regelmäßig fortgebildet.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/319/1931996.pdf