Schriftliche Frage zu Drohnendiensten

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Welche Drohnendienste haben oder hatten Bundesbehörden bei der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) beantragt, und wann wurden oder werden diese durchgeführt (vgl. Bundestagsdrucksache 19/19557, Antwort zu Frage 1)?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Enak Ferlemann vom 7. Mai 2021:

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat am 7. Mai 2019 einen Antrag an die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) mit dem Ziel gestellt, Drohnen für den Einsatz im Rahmen der Fischereikontrolle in der Ost- und Nordsee probeweise zur Verfügung zu stellen. Es erfolgte seitens der EMSA keine Rückmeldung, so dass keine Drohnenflüge in diesem Rahmen stattfanden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hat im Januar 2020 bei der EMSA die Nutzung des Remotely Piloted Aircraft Service zur Überwachung der Schwefelemissionen von Seeschiffen in Nord- und Ostsee sowie für die Bewältigung einiger hydrographischer Aufgaben in Watt- und Flachwassergebieten beantragt. Die EMSA hatte die Durchführung zugesagt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden die Messungen noch nicht durchgeführt. Anfang April 2021 wurden die Gespräche mit der EMSA zu den Modalitäten wieder aufgenommen.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/296/1929651.pdf