Deutsche Bahn blockiert Plakate für den Frieden

[…] Eine weiße Friedenstaube mit einem Zweig im Schnabel und einem Buch in den Krallen, darunter der Slogan »Krieg war gestern. Heute erklären wir den Frieden«. Dieses Plakatmotiv wird wie zwei andere nicht wie von einem antimilitaristischen Bündnis geplant in Bahnhöfen, Bussen, S- und U-Bahnen in Baden-Württemberg zu sehen sein.

[…] Er [Tobias Pflüger] fordert die Bahn auf, ihre »Blockadehaltung« aufzugeben. »Es ist skandalös, dass die Führung der Bahn sich hier zum Zensor mit politischer Begründung aufschwingt«, sagt der Politiker im Gespräch mit dem »nd«.

Schließlich richte sich die Kampagne des Bündnisses lediglich gegen die Auftritte von Karriereberater*innen und Jugendoffizieren der Bundeswehr an Schulen, erklärt Pflüger. Man fordere die grün-schwarze Landesregierung auf, hier tätig zu werden, denn auch in staatlichen Einrichtungen wie Schulen gelte ein Neutralitätsgebot, das gerade durch die Präsenz des Militärs verletzt werde. Deshalb müsse das Stuttgarter Kultusministerium seine Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr kündigen. […]

Aus: neues deutschland, 03.03.2021