Schriftliche Frage zur hindunationalistischen RSS

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Wie ist die Haltung der Bundesregierung zum Besuch des deutschen Botschafters in Indien, Walter J. Lindner, bei der nach Presseberichten hindunationalistischen und geschichtsrevisionistischen Organisation RSS (Rashtriya Swayamsevak Sangh) am 17. Juli 2019, (https://scroll.in/article/931763/when-german-envoy-met-rss-chief-he-had-an-obligation-to-warn-him-about-perils-of-majoritarianism), und warum wurde der Besuch so hochrangig durch den Botschafter Deutschlands in Indien getätigt?

Antwort des Staatssekretärs Andreas Michaelis vom 7. August 2019:

Zu den Aufgaben deutscher Auslandsvertretungen, und damit auch für deren jeweilige Leiterinnen und Leiter, gehört neben Kontakten unter anderem zu offiziellen Regierungsstellen sowie politischen Entscheidungsträgern auch ein regelmäßiger Austausch mit einem breiten Spektrum gesellschaftlicher Gruppen, Nichtregierungsorganisationen oder Religionsgemeinschaften. Bereits vor dem in der Frage angeführten Besuch des deutschen Botschafters bestand seitens der Botschaft Kontakt zum „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ (RSS). Gespräche dieser Art bieten die Gelegenheit, gesellschaftlich und politisch relevante Entwicklungen und Herausforderungen kontrovers zu diskutieren und dabei gerade auch kritische Fragen zu stellen.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/122/1912234.pdf