Nach Angriff: Solidarität mit der palästinensischen NGO Youth Against Settlements

Am 28. Dezember überfielen israelische Siedler*innen in Hebron die Nichtregierungsorganisation Youth Against Settlements, die gewaltfreie Aktionen gegen die Übernahme ihrer Stadt durch israelische Siedlungstätigkeit organisiert. Sechs Personen wurden verletzt, Material zerstört. Nur drei Wochen vorher besuchte eine Delegation der Linksfraktion im Bundestag die Organisation in Hebron, bestehend aus Dieter Dehm, Heike Hänsel, Christine Buchholz, Birke Bull-Bischoff, Achim Kessler, Jessica Tatti, Tobias Pflüger und Niema Movassat. Die Lebenssituation der palästinensischen Bevölkerung dort ist seit Jahrzehnten bestürzend. Übergriffe der etwa 500 bewaffneten Siedler*innen gegen die 160.000 Einwohner*innen finden oft unter den Augen der dort stationierten israelischen Armee statt, die allerdings nicht eingreift, sofern sich die Palästinenser*innen nicht wehren.
Das Zweiklassenstrafrecht in den von Israel besetzten Gebieten muss beendet werden. Die israelischen Siedler*innen werden (wenn überhaupt) nach Zivil-, Palästinenser*innen nach Militärrecht bestraft.
Dieser Bericht des +972-Magazins beschreibt die Lage sehr gut.