Schriftliche Frage zur Ausbildung von Bundeswehrpiloten beim ADAC

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Wie sehen die Details und der Umfang des Vertrages aus, den das Bundesministerium der Verteidigung für rund 21 Mio. Euro für 6 500 Flugstunden per Vertrag beim Automobilclub ADAC e.V. eingekauft hat, mit dem ab März 2018 Bundeswehrpiloten am Truppenstandort im niedersächsischen Bückeburg auf Hubschraubern vom Typ EC 135 für ihre Basisausbildung bzw. zum Erhalt von Fluglizenzen die nötigen Stunden abfliegen sollen (DER SPIEGEL vom 23. Dezember 2017 und DIE ZEIT vom 23. Dezember 2017)?

Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Markus Grübel vom 11. Januar 2018:

Am 19. Dezember 2017 wurde mit der ADAC Luftfahrt Technik GmbH ein Vertrag geschlossen, in welchem sich die ADAC Luftfahrt Technik GmbH verpflichtet, der Bundeswehr vier Hubschrauber des Typs EC 135 zur Professionalisierung bereits ausgebildeter Hubschrauberführeroffiziere der Bundeswehr zum Gebrauch zu überlassen.

Die Leistungserbringung wird in Bückeburg vom 1. März 2018 bis zum 31. Dezember 2020 erfolgen. In diesem Zeitraum ist die Bundeswehr berechtigt, die o. a. Hubschrauber für bis zu 6 500 Flugstunden zu nutzen.

Die Abrechnung erfolgt auf Basis der erbrachten Flugstunden, wobei sich die Bundeswehr verpflichtet hat, mindestens die Hälfte der maximal möglichen Flugstunden in Anspruch zu nehmen.

Das Projekt hat ein Volumen von rund 21 Mio. Euro. Dieser Kostenrahmen wird jedoch durch den mit der ADAC Luftfahrt Technik GmbH geschlossenen Vertrag nicht vollständig ausgeschöpft. Das maximale Vertragsvolumen beträgt bei Inanspruchnahme aller möglichen Leistungen rund 19 Mio. Euro.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/004/1900415.pdf