Schriftliche Frage zum Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Frage von Tobias Pflüger an die Bundesregierung: Welche Projektgelder von Euratom, z. B. im Rahmen des Euratom-Projekts SAMOFAR zu Thorium-Flüssigsalzreaktoren, die eine integrierte Wiederaufarbeitung von waffenfähigem Uran 233 ermöglichen können, fließen und flossen in den Jahren 2016 und 2017 nach Kenntnis der Bundesregierung an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und das Joint Research Centre (JRC) auf dem Gebiet des KIT (Quelle: Tagesspiegel (Background), 23. Oktober 2017)?

Antwort des Staatssekretärs Rainer Baake vom 22. November 2017:

Im Rahmen der Arbeitsprogramme des Euratom-Forschungs- und Ausbildungsprogramms wird über das in den Antworten der Bundesregierung auf die Kleinen Anfragen der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 18/11327 sowie 18/13080 genannte Projekt SAMOFAR hinaus nach Kenntnis der Bundesregierung derzeit kein weiteres Forschungsprojekt mit Bezug zu Thorium-Flüssigsalzreaktoren gefördert. Dies gilt insbesondere auch für das entsprechende Arbeitsprogramm für 2016 und 2017, dessen Ausschreibungsrunde erst im Frühjahr 2017 nach Beantwortung der genannten Kleinen Anfragen abgeschlossen wurde.

Die geförderten Forschungsarbeiten dienen der Sicherheit von Thorium-Flüssigsalzreaktoren. Hinsichtlich der Fördersumme, die das KIT sowie das JRC im Rahmen des Projekts SAMOFAR mit einer Laufzeit vom 1. August 2015 bis zum 31. Juli 2019 erhalten, sowie hinsichtlich der konkreten Inhalte der geförderten Forschungsarbeiten verweist die Bundesregierung auf ihre Antwort auf die Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN auf Bundestagsdrucksache 18/11327. Ihr sind die einzelnen Jahresbeträge dieser Förderung, insbesondere der Mittelansatz für die Jahre 2016 und 2017, nicht bekannt.

Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/19/001/1900120.pdf